Corona-Virus Italien und die Fehler

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Das Corona-Virus Italien und die Fehler in der Corona-Krise

Die italienische Region Lombardei wurde durch das Corona-Virus schwer getroffen.

Hatte das Virus wirklich solche verehrenden folgen für die Region? Ja das hatte das Virus allerdings waren auch andere Ursachen dafür verantwortlich.

In Deutschland wurden verschiedene Maßnahmen eingeführt, die Gefährdete Personen beschützten.

Das waren unter anderen das Besuche in Seniorenheime verboten wurden, Krankenhäuser haben nur noch Notfälle aufgenommen, Operationen verschoben um Platz für schwer erkrankte Corona-Patienten zu haben und auch hier wurde das Besuchsrecht eingeschränkt.

Diese Maßnahmen waren am Anfang auch richtig und notwendig.

In Italien sah es aber anders aus, wie man aus der Reportage der Sendung Monitor ersehen kann.

Aus der Sendung Monitor vom 28.05.2020

https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/corona-norditalien-100.html

In den Seniorenheimen wo sich Gefährdete Personen befinden sind Corona kranke einquartiert worden.

Zitat aus dem Bericht:“ Valerio Poloni, Präsident Pflegeheim Nembro (Übersetzung Monitor): „Wir haben vom 1. Januar bis Ende März 37 Bewohner verloren, das ist ein Desaster gewesen. Auch unser Arzt ist gestorben. Auch der Direktor, mein Vorgänger, ist gestorben. Dieses Haus wurde besonders schlimm getroffen. „Was uns erstaunt, kein einziger der Verstorbenen aus dem Heim wurde auf das Corona-Virus getestet. In der gesamten Lombardei ist die Zahl der Toten in Pflegeheimen bis Mitte April deutlich angestiegen. Insgesamt starben über 3.000 – nach offiziellen Zahlen. Hier im Pflegeheim erhalten wir eine Erklärung dafür. Die Gesundheitsverwaltung der Lombardei entschied damals, viele Corona-Patienten mit milden Symptomen ausgerechnet in den Pflegeheimen der Region unterzubringen. Mitten unter Hochrisikogruppen. Deshalb ermittelt nun die Staatsanwaltschaft.

Auch anders wie in Deutschland:

Die Krankenhäuser waren mit Patienten überfüllt und eine Abstimmung unter den Krankenhäusern fand nicht statt.

Aus dem Bericht:

“Dr. Marco Rizzi, Chefarzt Krankenhaus Papa Giovanni XXIII. (Übersetzung Monitor): „Es war sehr schwer, Plätze für unsere Patienten in anderen Krankenhäusern in der Lombardei, in Piemont oder in Venezien zu finden während der schlimmsten Tage der Krise.“

Reporter (Übersetzung Monitor): „Und dort waren Betten frei, wo Patienten hätten untergebracht werden können?“

Dr. Marco Rizzi, Chefarzt Krankenhaus Papa Giovanni XXIII. (Übersetzung Monitor): „Ja, zu einem gewissen Grad schon.“

Die Katastrophe in Bergamo hätte also zumindest abgeschwächt werden können, wenn Kliniken besser zusammengearbeitet hätten. Einer von vielen tragischen Fehlern, die in der Lombardei gemacht wurden und die zu der hohen Zahl von Covid-19-Toten führten. Die ist offenbar sogar noch viel höher als offiziell angegeben. Das erzählt uns dieser Mann. Der Mathematiker Luca Foresti hat sich die Todeszahlen von Nembro genau angeschaut – mit einem erstaunlichen Ergebnis. Pro Monat sterben in Nembro normalerweise durchschnittlich zehn Menschen. Von Ende Februar bis Mitte April waren es aber 166. In einer Studie mit der Berliner Charité kommt er zu dem Ergebnis: Nur gut die Hälfte der Toten, die in dieser Zeit registriert wurden, gelten offiziell als Covid-19-Tote. Viele Tote wurden überhaupt nicht getestet.

Etwas anderes Ärztesystem

Wie es in der Reportage heißt waren Ärzte nicht ausreichend ausgerüstet, um den Virus nicht weiter zu verbreiten. Viele der Hausärzte wurden selbst durch den Virus infiziert und haben diesen an ihren Patienten weitergegeben.

Aus dem Bericht:

„Dr. Riccardo Munda, Hausarzt (Übersetzung Monitor): „Ich bin in die Praxis eines Kollegen gekommen, der unter Corona-Verdacht war, und es gab keinerlei Ausrüstung, außer den Masken, die ich Ende Februar selbst gekauft hatte.“

Die Politiker hätten ihn im Stich gelassen. 600,- Euro habe er aus eigener Tasche für Ausrüstung ausgegeben. Dabei haben Hausärzte wie Riccardo Munda in Italien eine wichtige Rolle. Sie empfangen Patienten nicht nur in ihrer Praxis, sondern machen viele Hausbesuche. Dort verabreichen sie Medikamente, behandeln – verhindern so, dass die Patienten überhaupt ins Krankenhaus müssen. Schlecht ausgerüstet steckten sich viele an. 165 Ärzte starben in Italien bislang. Am Ende habe kaum noch jemand zu Hause behandelt.

Dr. Riccardo Munda, Hausarzt (Übersetzung Monitor): „Telefonisch kann man leider die Patienten nicht retten, vielleicht noch nicht mal mit einer einfachen Krankheit, geschweige denn beim Corona-Virus. Tatsächlich sind hier Tausende Menschen aus diesem Grund gestorben.“

Lesen sie auch den Bericht Im Vergleich Schweden und Bayern

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